Ankerprojekt "Lernen im Garten"
Das Projekt „Aufbau eines GenerationenSchulGarten-Netzwerks in Koblenz und Region“ wurde als Projekt zur Bundesgartenschau 2011 in Koblenz konzipiert. Es lag daher nahe, sich auch auf dem Ausstellungsgelände der Buga zu präsentieren. Als offizielles Kooperationsprojekt der Buga wurde dem Projekt bereits frühzeitig ein Ausstellungsraum für ein sog. Ankerprojekt angeboten.
Dieser Raum befindet sich auf dem zentralen Ausstellungsgelände auf dem Plateau der Festung Ehrenbreitstein. Es ist ein ca. 27m² großer Nebenraum des Bunten Klassenzimmers im Werk Pleitenberg, einem Vorwerk der Festung Ehrenbreitstein.
Titel des Ankerprojektes ist „Lernen im Garten – Miteinander, Voneinander, Füreinander“. Projektträger ist der Verein „GenerationenSchulGärten Koblenz e. V.“, gefördert wird das Ankerprojekt von der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz.
Konzept
Das Thema „Lernen im Garten“ korrespondiert mit dem Thema „Lernen von der Natur“, das in der Nähe des Bunten Klassenzimmers entwickelt wird (im Zusammenhang mit dem „Orchideenwäldchen“, der einzigen nicht gestalteten Fläche auf dem Buga-Gelände mit einem hohen Grad an Naturnähe). Teil des Themas „Lernen von der Natur“ ist auch der Zellengarten „Vielfalt des Lebens“, in dem u. a. das Gemüsesortenprojekt des BUND, Landesverband Rheinland-Pfalz einen Garten betreibt, der von dem Ankerprojekt für Aktionen mitgenutzt werden kann. Ebenfalls mitgenutzt werden kann die Küche im „Grünatnen Kompetenzzentrum“ der Erwerbsgärtner, die sich für das Arbeiten in der Küche mit Gruppen eignet.
„Lernen im Garten“ steht für die Funktion des Gartens als Lernort, in dem verschiedene Ziele der „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ideal vermittelt werden können.
Dabei stehen nicht nur ökologische, sondern auch soziale Aspekte im Vordergrund:
- „Miteinander“: Garten fördert Begegnung: Gemeinschaftliches Lernen, Partizipation, Arbeiten im Team, Integration von MigrantInnen, Behinderten etc., „Community Gardening“
- „Voneinander“: Garten schafft Lerngelegenheiten: Jung lernt von Alt, Lehrer lernt von Gärtner, Student lernt von Pflegekraft …
- „Füreinander“: Garten lehrt Verantwortung: für sich selbst (Lebensmittelproduktion => Gesundheit!), für Lebendiges (Pflege von Pflanzen => Naturschutz!), für Fremdes (Anbau exotischer Pflanzen => Eine Welt!)
Rund um dieses Thema können sich außer den Projektträgern und Kooperationspartnern des GenerationenSchulGarten-Netzwerks Koblenz – mit dem Garten Herlet als Modellprojekt– auch andere Institutionen präsentieren, die lokal / regional im weitesten Sinne zu diesem Thema arbeiten.
Neben der Präsentation ist es möglich, auch Veranstaltungen anzubieten – je nach Interesse und Kapazität der Institutionen, die sich hier präsentieren.
Realisierung
Die Ausstellung „Lernen im Garten“ wird von dem Design-Büro „designa“ aus Koblenz gestaltet. Texte und Grafiken der Informationstafeln sollen aufzeigen, wie vielfältig das Thema „Lernen im Garten“ ist. Dabei soll deutlich werden, dass der Garten ein idealer Ort für ganzheitliches Lernen ist, insbesondere die Verschmelzung von sozialem Lernen und Umweltbildung ermöglicht. Dies soll anhand des Konzeptes „GenerationenSchulGärten“ dargestellt und an Umsetzungsbeispielen aus dem GenerationenSchulGarten-Netzwerk illustriert werden. Da sich das Netzwerk erst im Aufbau befindet (Projektstart war Juni 2010), werden weniger langjährige Erfahrungen, sondern eher Planungen und Konzepte vorgestellt.
Die Raumgestaltung soll das Thema „Lernen im Garten“ aufnehmen, indem „Objekte mit Lerneffekt“ installiert werden – sei es mittels Interaktion oder durch Sinneserleben. Konkrete Ideen hierzu sollen gemeinsam mit den Beteiligten und dem beauftragten Design-Büro entwickelt werden. Die Objekte sollen aber nicht nur „vor Ort“ Lernen ermöglichen, sondern zum Einen so einfach selbst herzustellen sein, dass sie von BesucherInnen nachgebaut werden können (z. B. als Anregung für LehrerInnen), zum Anderen leicht abbaubar sein, um an anderer Stelle wieder aufgebaut werden zu können.
Der Bau und die Montage der Ausstellungsobjekte soll – soweit dies handwerklich möglich ist – zusammen mit den Schulen und Ehrenamtlichen erfolgen.


