Hochbeet für alle
Garten

Das Hochbeet: Richtiges Anlegen vermehrt die Ernte

Ein Hochbeet ist in vielen Gärten sehr beliebt und kann aus Holz ebenso angelegt werden wie aus Metall. Wenn Ihr also überlegt, eins in Eurem Schulgarten anzulegen, könnt Ihr Euch auch bei der Größe ganz nach Euren Vorlieben richten. Damit das Gemüse auch prächtig gedeiht, ist es wichtig, dass Ihr das Hochbeet mit einem engen Maschendrahtzaun umspannt, denn so haben Wühlmäuse keine Chance, ihren Hunger zu stillen. Auch solltet Ihr darauf zu achten, dass die Innenwände ausgekleidet werden, damit diese nicht mit dem verrotteten Inhalt in Berührung kommen. Am besten eignet sich Teichfolie zum Auskleiden. Der Ertrag eines Hochbeetes liegt auch an den Bodenschichten, die neben Ästen, Laub auch aus Gartenabfällen bestehen. Durch die Zersetzungsprozesse in einem frisch befüllten Hochbeet wird Wärme erzeugt, die die Bodentemperatur um ca. 5-8 Grad erhöhen kann. Durch diese natürliche Wärme kann das Gemüse besser wachsen und Euer Ertrag erhöht sich.

Zudem werden durch die natürliche Rotte auch zahlreiche Nährstoffe freigesetzt, sodass Ihr auf zusätzlichen Dünger verzichten könnt. Das durch die Rotte freigesetzte Kohlendioxidgas sorgt für einen weiteren Nährstoffschub. Das Hochbeet solltet Ihr deshalb schichtweise befüllen. Dabei sollte jede Schicht ca. 20-30 Zentimeter umfassen. Das Material verfeinert sich von unten nach oben. Grobe Äste und Zweige bilden die Basis, es folgen feinere und zersetzte Pflanzenreste wie Herbstlaub oder zerkleinerter Strauchschnitt. Der Humus oder reifer Kompost bilden den Abschluss.

Gemüsearten für das Hochbeet

Im ersten Jahr könnt Ihr stark zehrende Gemüsearten anpflanzen, denn die Nähstoffversorgung im Beet ist sehr gut.

  • Gurken,
  • Tomaten,
  • Lauch und
  • Auberginen

eignen sich besonders, denn sie reichern kein Nitrat an. Generell eignen sich alle Gemüsearten für eine Bepflanzung. Nur raumreifende Sorten wie Zucchini, Rhabarber oder Kürbis solltet Ihr nicht pflanzen.

Ertragreiche Mischkulturen

Gemüse aller Art findet man im Hochbeet
Gemüse aller Art findet man im Hochbeet

Besonders ertragreich sind Mischkulturen. Zwiebeln mit Karotten, Dill mit Gurken oder Bohnen und Bohnenkraut gesellen sich gerne zueinander. Für bunte Farbtupfer sorgt die Kapuzinerkresse, die an den Beeträndern wachsen kann. Salat und Kräuter pflanzt Ihr am besten erst ab dem dritten Anbaujahr zu. Bleibt es bei der ursprünglichen Bepflanzung, so sollte nach ca. 5 Jahren die gesamte Beetfüllung ausgetauscht werden, denn alle Nährstoffe sind dann an die Pflanzen abgegeben. Wird das Hochbeet neu bepflanzt, so solltet Ihr Komposterde nachfüllen. Wichtig ist das regelmäßige und häufige Bewässern der Pflanzen, denn die Erde trocknet wegen dem lockeren Aufbau im Hochbeet schneller aus.

In den nächsten Beiträgen werden wir noch mehr auf Hochbeete und das Gemüse, dass Ihr dort pflanzen könnt, eingehen – also seid gespannt. Die Kinder sind von Hochbeeten übrigens immer begeistert.

Winterlinge
Garten

Winterlinge pflanzen und vermehren

Winterlinge können zu den schönsten Winterblühern gezählt werden. Sie zeichnen sich durch ihre kleinen gelben Schalenblüten aus, auf humusreichem Boden, unter Bäumen und Sträuchern könnt die Winterlinge am besten gedeihen. Das Vermehren der Frühblüher ist im Garten mit folgenden Tipps möglich.

Winterlinge – Prächtige Blütenbracht im Winter

Die kleinen Winterlinge finden sich in kleinen Gruppen zusammen. Im besten Fall können die Winterblüher bis zu 10 Zentimeter groß werden. Die zur Familie der Hahnenfußgewächse gehörenden Blumen können bei den ersten milden Temperaturen Ende Januar und Anfang Februar die wenigen Sonnenstunden und höheren Temperaturen nutzen und fangen an, sich zu einem gelben Blütenteppich zu entwickeln.

Voraussetzung für ein „Blütenspektakel“ im Winter ist der richtige Standort im Schulgarten: lockere und nährstoffreiche Böden sind ideal für den Winterling. Im kahlen Gehölz finden die Winterlinge genügend Licht, während sie im Sommer inaktiv im Schatten verweilen. Durch Selbstaussaat und Brutknollenbildung kann die Ausbreitung gefördert werden. Plätze an denen Staunässe und lange Trockenheit vorherrschen sollten gemieden werden.

Im Gegensatz zu der klassischen Blumenzwiebel sollten Winterlinge nicht im Herbst gepflanzt werden. Winterlinge weisen keine richtigen Zwiebeln auf, sondern verfügen lediglich über Speicherorgane. Nach dem Kauf sollten Winterlinge schnell gepflanzt werden, da die Speicherorgane schnell austrocknen können. Damit die Speicher „aktiviert“ werden können, sollten die Rhizome in einer Schüssel mit Wasser über Nacht eingeweicht und in humusreichen Boden gesetzt werden.
Die Winterlinge werden am besten im Frühjahr gesetzt. Gleich nach der Blüte wird der Standort hergerichtet, indem die Samen in Lauberde oder Kompost eingearbeitet werden.

Ist die Blüte des Winterlings verwelkt, können Anfang Mai die Winterling-Samen geerntet werden.
Bei der Verwilderung von Winterlingen ist vor allem Geduld und Durchhaltevermögen gefragt. Dichte Teppiche entstehen erst nach mehreren Jahren, häufig sind zehn oder mehr Jahre notwendig, bis sich ein großer, dichter Teppich gebildet hat. Wer das Teppich-Wachstum beschleunigen will, sollte im Frühjahr die Samen ernten und diese nachfolgend an einer freien Stelle einsähen. Verwelken die Blüten bilden sich in wenigen Wochen sternförmige Balgfrüchte. Große und reife Samen präsentieren die Winterlinge im März und im Mai. Im März und Mai liegt der optimale Erntezeitpunkt vor.

Winterlinge mittels Teilung erfolgreich vermehren

Besteht bereits ein großer Teppich mit Winterlingen im Garten, kann nach dem Verblühen ein Umsetzen der Wurzelballen wahre Wunder wirken. Mit dem Spaten werden die Wurzelballen umgesetzt. Damit eine große Fläche abgedeckt werden kann, können Soden weiter geteilt werden. Wer am Ende faustgroße Stücke zerlegt hat kann diese im Abstand von 20-30 Zentimeter wieder einsetzen. Die neuen Stücke sollten bis Anfang Juni einziehen, im folgenden Vorfrühling haben sie dann wieder genügend Kräfte.

Rasen mähen vor dem Winter
Garten

Rasen für den Winter rüsten

Jeder Gartenfreund weiß es, ein schöner grüner Rasen wertet jeden Garten auf und erfreut das Auge des stolzen Besitzers. Das gilt natürlich auch für einen Schulgarten, auf dem die Kinder herum tollen können und ihrer Phantasie freien Lauf lassen können. Doch um in diesen Genuss zu kommen, muss man dem Rasen fast das ganze Jahr über, außer im tiefsten Winter, immer etwas Pflege zukommen lassen.

Achtet immer auf die richtige Rasenlänge

Welche Rasenpflege solltet Ihr also kurz vor dem Einbruch der kalten Jahreszeit noch erledigen, um den Gräsern eine erholsame Winterruhe zu ermöglichen? Solange der Rasen wächst, und das kann auch im Herbst beziehungsweise zu Winterbeginn noch der Fall sein, soll er auch gemäht werden. Dabei sollte man aber nicht unter vier bis fünf Zentimeter Schnitthöhe gehen. Der Rasenmäher muss natürlich mit einem Fangsack ausgerüstet sein, so werden gleichzeitig auch die heruntergefallenen Blätter mit eingesaugt und entfernt. Geschieht das nicht, so muss mit verstärkten Moos- und Schimmelpilzbefall gerechnet werden. Diesen „Schneeschimmel“, der unschöne graue Rasenflecken verursacht, wird man erst wieder bei Temperaturen über +10 Grad wieder los.

Rechtzeitig Vertikutieren empfehlenswert

Sind die Rasenflächen schon stark vermoost, könnte eine Bearbeitung mit dem Vertikutierer sinnvoll sein.
Die sollte aber wirklich bis spätestens Ende Oktober erledigt sein, da sich die aufgekratzte Rasenfläche über die wirklich kalte Jahreszeit nicht mehr erholen kann. Beim Vertikutieren wird wiederum Moos und auch Rasenfilz entfernt und die Durchlüftung gefördert.
Wenn sich durch diese Bearbeitung kahle Flächen im Rasen bilden, so wartet mit der Neusaat bis zum Frühling. Eine Aussaat im Winter bringt naturgemäß keinen Erfolg und mit etwas Glück deckt der Schnee diese unschönen Erdflecken zu.

Nach dem Vertikutieren sanden

Empfehlenswert wäre nach dem Vertikutieren das Ausstreuen von Sand auf den gelockerten Boden oder, noch besser, die Verteilung von Kalk. Es gibt diverse Kalkmischungen, die mit dem Streuwagen gleichmäßig verteilt werden sollten. Sie entsäuern den Boden, verschlechtern dadurch die Wuchsbedingungen für Moose, verbessern das Nahrungsangebot für Gräser durch beigesetztes Magnesium und halten den Rasen dadurch auch schön grün.

Auf die Rasendüngung achten

Optimal wäre ein Austreuen des Winterdüngers schon im September. Solange der Boden aber noch nicht gefroren ist, ist die Düngung auch zu einem späteren Zeitpunkt, sogar bis in den Dezember hinein, möglich und empfehlenswert. Spezielle Bodenverbesserer für die kalte Jahreszeit, zumeist in organischer Form, sind für diese Aufgaben bestens geeignet. Darin enthaltenen Wirkstoffe wie Stickstoff, Kalium und Phosphor sorgen für kräftigen Wuchs der Gräser, fördern die Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten, Kälte und Trockenheit und begünstigen die Wurzelbildung im Frühjahr.

Werden diese Pflegetipps befolgt, so werdet Ihr euch im Frühjahr über ein üppiges Grün im Schulgarten freuen können und beruhigt die Weihnachtszeit herankommen lassen. Kinder können für diese Arbeit gut eingespannt werden. Vorsicht ist allerdings beim Dünger geboten. Hier nur unter Aufsicht arbeiten lassen.

Pflaumenmus selber machen
Produkte

Tipp: Pflaumenmus selber machen

Habt Ihr in euren Schulgarten einen Pflaumenbaum stehen und konntet Ihr im Spätsommer bzw. Herbst reichlich Früchte ernten, dann ist Pflaumenmus eine sehr gute Möglichkeit diese zu verarbeiten. Dabei können die Kinder helfen, schnell viel über unsere Natur lernen und dabei etwas zählbares mit nach Hause nehmen, um es auch den Eltern zu zeigen und die eigenen Produkte zu kosten.

Warum Pflaumenmus selber herstellen?

Klar gibt es Pflaumenmus in jedem Supermarkt, aber Pflaumenmus aus eigener Herstellung hat eine ganz besondere Klasse und Ihr wisst genau, welche Inhaltsstoffe enthalten sind. Vielleicht kennt Ihr selbst gemachtes Pflaumenmus noch von der Großmutter – viele schöne Erinnerungen sind damit verbunden und das soll auch bei den Kindern so sein. Oder Ihr sucht nach einer Idee, die vielen frischen Pflaumen zu konservieren, die Ihr aus dem Garten haben.

Wie verarbeiten?

Es gibt viele Rezepte für Pflaumenmus, das Beliebteste ist zugleich das Typischste.
Beachten solltet Ihr, dass sich nur die blauen Herbst- oder Bauernpflaumen zur Musherstellung eignen.
Diese sollten möglichst sehr reif sein, dann haben sie das beste Aroma. Die Früchte müssen ein paar Stunden „ziehen“, für den Saft. Das Rezept ergibt 6 bis 8 Gläser.

Großmutters selbst gemachtes Pflaumenmus – so gehts:

  1. Einen kleinen Eimer, etwa 5 Kilogramm Pflaumen gut waschen und abtropfen lassen.
  2. Anschließend die Pflaumen halbieren und entsteinen.
  3. Die Früchte in einen Bräter oder einem tiefen Backblech geben. Es darf kein Saft überlaufen können.
  4. Auf die so vorbereiteten Pflaumen normalen Zucker, keinen Gelierzucker, geben. Für ein Kilo Früchte müssen Sie etwa 100- 150 Gramm rechnen, je nachdem wie süß das Pflaumenmus werden soll. Den Zucker NICHT unterrühren!
  5. Die Pflaumen nun ein paar Stunden stehen lassen, damit sich Saft bilden kann.
  6. Anschließend kommen die Früchte in den Backofen. Auf höchste Temperatur, um 240 Grad, solange, bis sie anfangen zu köcheln. Dann wird der Backofen auf 150 Grad heruntergedreht und die Backofentür einen Spalt offen gelassen. Der Saft soll verdunsten können. Für mindenstens 2 bis 3 Stunden müssen die Pflaumen nun köcheln. Dann ab und zu umrühren und kontrollieren, ob die Masse am Rand fester wird. Sobald die Masse musig ist, mit dem Pürierstab durchgehen.
  7. Zur Konservierung randvoll in die Gläser füllen und mit den abgekochten Deckeln verschließen.

Geschmacklich verfeinern könnt Ihr das Pflaumenmus unter Beigabe von Zimt oder Nelken. In manchen Gegenden wird auch Rum verwendet.

Weitere tolle Rezepte gibt es übrigen auch bei Chefkoch.de.

Was steckt im Pflaumenmus

100 g Pflaumenmus haben wegen dem Zucker ca. 290 kcal. Kinder mögen zwar oft keine Marmelade und essen lieber Nutella & Co, aber wenn man sie selbst macht, … . Laßt es Euch auf frischem Brot schmecken! Am besten in der nächsten Frühstückspause.

Orchidee
Haus

Orchideen Pflege im Winter

Orchideen erfreuen uns (meist) einmal im Jahr immer wieder mit ihren wunderschönen Blüten, häufig sogar mehrere Wochen lang. Eigentlich ist bei der Pflege der Pflanzen, die auf der Fensterbank eine schöne Zierde bieten, nur wenig zu beachten, einige grundsätzliche Regeln sorgen jedoch dafür, dass Orchideen auch nach einer Ruhepause wieder wunderschön blühen. Nun haben wir Winter und wollen näher beleuchten, wie viel Pflege die Pflanze in dieser Zeit benötigt.

Was ist zu beachten?

Zunächst ist es wichtig zu wissen, dass sehr viele Gattungen und Arten von Orchideen existieren. Nicht alle Arten sind bei uns im Handel erhältlich. Die eigentliche Heimat der tropischen Pflanzen befindet sich in den Tropen und Subtropen. Dort sind viele Arten zu Hause. Südamerika und Asien sind die Regionen mit den meisten Orchideenarten. Orchideen findet Ihr auch in anderen Ländern. Sogar in Deutschland gibt es einige wild wachsende Arten. Der Frauenschuh und das Knabenkraut sind zwei Vertreter der bei uns wachsenden Orchideenarten.

Der Winter kommt – Winterruhe bei Orchideen

Häufig legen Orchideen im Winter eine Ruhepause ein. In dieser Zeit bilden sich keine Blüten. Die Ruhepause dauert mehrere Monate an. Während der Pause solltet Ihr die Zierpflanzen nur sehr sparsam gießen. Einmaliges Gießen pro Woche genügt den Pflanzen im Winter. Günstig wirkt sich in der Zeit für Eure Orchideen ein kühler Standort aus. Die Umgebungstemperatur sollte um einige Grad niedriger liegen als in der Sommer – beziehungsweise während der Blütezeit. In der Ruhephase verlieren Orchideen mitunter ihre Blätter. Das muss kein Grund zu Sorge sein, entfernt einfach die gelben Blätter. Ihr solltet jedoch darauf achten, keine grünen Blätter abzuschneiden.

Angebote in Fachgeschäften

In den Blumenläden und Fachgeschäften könnt Ihr meist Pflanzen der Gattung Phalenopsis kaufen. Die Phalenopsis hat sich in ihren Pflegeansprüchen unseren klimatischen Bedingungen weitgehend angepasst. Zu verdanken hat sie die Anpassung auch umfangreichen Kreuzungen. Dennoch ist die kalte Jahreszeit auch für diese Pflanzen keine leichte Zeit. Lichtmangel und Kälte mögen Orchideen nämlich gar nicht. Daher solltet Ihr unbedingt auf einen hellen Standort der Zierpflanzen achten und sie vor Zugluft und Kälte schützen. Eine Fensterbank mögen Orchideen im Winter am liebsten. Das Fenster sollte idealerweise nicht zum Lüften verwendet werden. Die Gattung Phalenopsis befindet sich im Winter in keiner direkten Ruhezeit.

Der richtige Standort

Hat Eure Orchidee im Winter den richtigen Standort gefunden und wird sie weitgehend in Ruhe gelassen, dann erfreut Sie Euch zu Beginn des Frühlings ganz sicher wieder mit ihren prachtvollen Blüten. Viel Spaß dabei!

Hausbau im Winter
Haus

Hausbau im Winter

Was früher als unmöglich galt, ist heutzutage durchaus möglich. Die Rede ist vom Hausbau im Winter. Früher wurden Rohbauten während der kalten Jahreszeit immer stehen gelassen. Aufgrund der laufenden Weiterentwicklungen von Baustoffen und der Technik, ist es ebenso im Winter auch machbar, ein Haus zu bauen. Allerdings müssen einige besondere Baumaßnahmen in der kalten Jahreszeit beachtet werden. Nicht immer kann im Winter am Haus gearbeitet werden, oder es ist nur unter einem erhöhten finanziellen bzw. zeitlichen Aufwand möglich. Nachfolgend findet ihr einige Ratschläge für einen möglichen Hausbau im Winter.

Einpaar wertvolle Tipps für den Hausbau im Winter

Tipp #1: Nur mit einer guten und erfahrenen Baufirma beginnen

Der wohl wichtigste und entscheidendste Tipp für den Hausbau im Winter ist jener, nur mit einer guten und erfahrenen Baufirma sein Hausprojekt zu starten. Ebenso sollte bei dieser stets der beauftragende Bauherr selbst oder zumindest ein zuverlässiger Baubetreuer immer die Aufsicht haben. Bauherren müssen dabei immer die aktuelle Wetterlage beobachten und auf Witterungsschwankungen sofort reagieren. Allerdings sollte bei starken Frost und einer Temperatur unter minus fünf Grad Celsius ein Baustopp eingelegt werden.

Tipp #2: Wetterschwankungen im Blick haben

Der Boden darf beim Erdaushub keinesfalls gefroren sein. Beim Betonieren der fixen Bodenplatte ist darauf zu achten, dass der Ort, an dem der Beton angebracht wird, eis-, frost- und schneefrei ist. Ebenso benötigt aufgebrachter Beton eine gewisse Härte, noch bevor starker Frost herrscht.

Bei der Betonherstellung werden im Winter oftmals das Mischgut und das Zugabewasser erwärmt. In Extremfällen können auch Frostschutzmittel eine gute Abhilfe schaffen. In vielen Fällen wird auch der Zementanteil beim Betongemisch erhöht. Dieses Vorgehen schützt ebenso gegen den lästigen Frost. Längerfristiger Frost ist beim Härten des Betons nicht geeignet. Ebenso sorgen eine entsprechende Abdeckung und Schalung für notwendigen Schutz vor der Kälte. Im Winter sollte die Schalung bei Betonierarbeiten erst frühestens nach einem Zeitraum nach sechs Wochen entfernt werden. Bei der Abdeckung handelt es sich um spezielle Folien oder Planen, welche die betonierte Fläche gegen Zugluft, Schnee und Frost schützen.

Beim Mauern dürfen die Temperaturen ebenso nicht zu frostig sein, weil ansonsten der Mörtel gefriert und danach austrocknet und nicht aushärtet. Für dieses Problem gibt es ebenfalls spezielle Erhärtungsbeschleuniger bzw. kann auch warmes Wasser Abhilfe schaffen.
Dach- und Innenausbau

Tipp #3: Dachkonstruktion sollte durchgetrocknet sein

Soll das Haus im Winter eingedeckt werden, so ist darauf zu achten, das die Dachkonstruktion – welche grundsätzlich aus Holz besteht – vollständig durchgetrocknet ist. Ansonsten gibt es beim Abdecken keine weiteren Probleme, sofern man den Arbeitsschutz beachtet.

Tipp #4: Heizgeräte für den Innenausbau

Deutlich unproblematischer stellt sich der Innenausbau im Winter dar. Hierzu werden oftmals spezielle Heizgeräte benötigt, damit das Arbeiten bei Minusgraden angenehmer gemacht werden kann. Auf ausreichendes Lüften des Rohbaus sollte stets geachtet werden.

Mit den oben genannten Tipps ist ein Hausbau im Winter durchaus möglich. Bei Temperaturen über fünf Grad Celsius stellt das Vorhaben in keinem Fall ein Problem dar. Allerdings müsst ihr euch der Probleme und der Verzögerungen bewusst sein. Das gleiche gilt natürlich, wenn ihr „nur“ ein Gartenhaus oder einen Schuppen für den Garten bauen wollt. Hier gilt es immer ein Blick auf die Wetter App bzw. den Wetterbericht zu haben.